DSTG-Chef Eigenthaler: In den deutschen Finanzämtern haben wir ein „Dauer-Mainz“

Thomas Eigenthaler
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Vor dem Hintergrund der Vorkommnisse bei der Deutschen Bahn am Hauptbahnhof in Mainz wies der Bundesvorsitzende der Deutschen Steuer-Gewerkschaft, Thomas Eigenthaler, gegenüber dem Berliner TAGESSPIEGEL (17. August) darauf hin, dass es auch in den deutschen Finanzämtern seit Jahren besorgniserregende Zustände gebe.

Eigenthaler beklagte zum wiederholten Mal, dass die politisch Verantwortlichen beim Personal bis zur Schmerzgrenze gespart hätten. Die Folge seien gravierende Steuerausfälle. Der DSTG-Chef wies dabei auf die für das Staatswesen existenzielle Einnahmen-Sicherungsfunktion der Finanzverwaltung hin und stellte klar, dass jeder Beschäftigte im Veranlagungsdienst, bei der Betriebsprüfung und bei der Steuerfahndung ein Vielfaches dessen einbringe, was er koste. Doch kaum ein Finanzminister stelle zusätzlich ein, schon gar nicht in ausreichendem Maße.

Eigenthaler forderte Im TAGESSPIEGEL daher konkret: „Wir brauchen im Minimum 11.000 bis 15.000 neue Leute.“ Der DSTG-Vorsitzende wörtlich weiter: „Wer bei der Einnahmen-Verwaltung spare, spare auch bei den Einnahmen. Was sich auf dem Mainzer Bahnhof abspiele, geschehe in den Finanzämtern jeden Tag. Wir haben ein Dauer-Mainz, nur interessiere sich dafür niemand.“

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