In einer öffentlichen Anhörung des Finanzausschusses im Niedersächsischen Landtag hat DSTG-Bundesvorsitzender Florian Köbler einen zukunftsweisenden Weg aufgezeigt: Aus den Anträgen der Regierungsfraktionen (SPD/Grüne) und der Opposition (CDU) muss eine gemeinsame Bundesratsinitiative für einen modernen Steuervollzug werden.
„Steuerbetrug ist in Deutschland kein Randphänomen, sondern organisiertes Unrecht im dreistelligen Milliardenbereich“, betonte Florian Köbler anlässlich der Anhörung am 26. August 2026 in Hannover. „Gleichzeitig ersticken ehrliche Bürgerinnen, Bürger und mittelständische Betriebe in bürokratischen Pflichten. Wir müssen diesen doppelten Handlungsdruck auflösen: Wer ehrlich ist, verdient maximalen Service und spürbare Entlastung. Wer betrügt, muss mit der vollen Härte digital aufgestellter Prüfdienste rechnen.“
Die drei Säulen der „Fair-Play-Offensive STEUERN“
Die DSTG schlägt vor, die parlamentarischen Initiativen in Niedersachsen zu bündeln und auf Bundesebene voranzutreiben:
Niedersachsen als Impulsgeber im Bundesrat
Die Modernisierung erfordert ein klares Fundament: einen sicheren, föderalen Datenlayer aller 16 Bundesländer unter strikter Wahrung des Steuergeheimnisses (§ 30 AO) und des Datenschutzes sowie eine Reform der IT-Steuerung (KONSENS).
„Eine solche Reform ist kein Nullsummenspiel: Dieselben digitalen Hebel entlasten die Ehrlichen und finanzieren über die Bekämpfung von Betrug die Handlungsfähigkeit unseres Staates“, so Köbler abschließend. „Niedersachsen hat jetzt die Chance, als starkes Land voranzugehen und die ‚Fair-Play-Offensive STEUERN‘ im Bundesrat zur Chefsache zu machen.“
Jetzt die vollständige Stellungnahme lesen:
Die ausführliche schriftliche Stellungnahme der DSTG zur Anhörung im Niedersächsischen Landtag (Drs. 19/10666) mit allen Hintergrunddaten, Berechnungen und Quellen steht hier zum Download bereit: